Microsoft hat angekündigt, dass es plant, das klassische Win32-Systemsteuerung in Windows 11 schrittweise durch die moderne Einstellungen-App zu ersetzen. Dies markiert das Ende eines Werkzeugs, das seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle in der Windows-Konfiguration spielt, und signalisiert tiefere Veränderungen in der Art und Weise, wie Benutzer mit dem Betriebssystem interagieren.

Wichtige Punkte

  • Microsoft wird die klassische Win32-Systemsteuerung in Windows 11 letztendlich in den Ruhestand versetzen.
  • Der Übergang der Funktionen erfolgt schrittweise, um die Gerätekompatibilität sicherzustellen, insbesondere im Bereich der Hardwareverwaltung.
  • Es gibt derzeit einige Funktionen der Systemsteuerung, die in der Einstellungen-App nicht verfügbar sind, aber der Übergang ist im Gange.
  • Benutzer können in zukünftigen Windows 11-Updates mit weiteren Verbesserungen der Einstellungen-App und neuen Funktionen rechnen.

Strategie für den schrittweisen Übergang

Der Ansatz von Microsoft zur Abschaffung der Systemsteuerung besteht darin, die Funktionen systematisch in die Einstellungen-App zu übertragen. Mit jedem Windows 11-Update werden zusätzliche Abschnitte der alten Systemsteuerung innerhalb der modernen Anwendung neu gestaltet oder kopiert. Dieser sorgfältige Übergang ist besonders wichtig für integrierte Komponenten wie Drucker und Netzwerkadapter, da diese Komponenten seit langem auf die Werkzeuge der alten Systemsteuerung angewiesen sind.

Welche Funktionen fehlen noch?

Trotz der Fortschritte bleiben die Verwaltung der BitLocker-Laufwerksverschlüsselung, erweiterte Audiooptionen, Datei-Explorer-Einstellungen, Geräte- und Festplattenverwaltung sowie einige Wiederherstellungskontrollen weiterhin ausschließlich der Systemsteuerung vorbehalten. Viele Benutzer und Experten argumentieren, dass diese Funktionen grundlegend sind und in der Einstellungen-App vorhanden sein müssen, damit ein vollständiger Übergang stattfinden kann.

Die wichtigsten Funktionen der Systemsteuerung, die noch nicht übertragen wurden:

  1. BitLocker-Laufwerksverschlüsselung: Die standardmäßige Laufwerksverschlüsselung wird jetzt auf alle Versionen von Windows 11 angewendet, daher wird der einfache Zugriff auf die Verschlüsselungseinstellungen immer wichtiger.
  2. Optionen im Datei-Explorer: Erweiterte Optionen für Navigation, versteckte Dateien und Kontrollkästchen sind in den Einstellungen noch nicht vollständig verfügbar.
  3. Audioeinstellungen: Einige Audiofunktionen sind in den Einstellungen vorhanden, aber das Stummschalten von Systemtönen ist nach wie vor auf die alten Werkzeuge angewiesen.
  4. Geräte- und Festplattenverwaltung: Installations- und Verwaltungsschnittstellen entsprechen insbesondere für fortgeschrittene Hardware noch nicht den modernen Benutzeroberflächen- oder Barrierefreiheitsstandards.
  5. Wiederherstellungstools: Das Erstellen von Wiederherstellungspunkten und die Verwaltung der Systemwiederherstellung erfolgen nach wie vor über ältere, schwer zugängliche Schnittstellen.

Benutzerreaktionen und Designüberlegungen

Dieser Schritt hat bei Benutzern und Kritikern Nostalgie und Besorgnis ausgelöst, da sie den Verlust des schnellen Zugriffs auf die Systemsteuerung und die Möglichkeit, mehrere Fenster zu nutzen, bedauern. Die Einstellungen-App bietet eine sauberere und touchfreundliche Ästhetik, die mit den aktuellen Trends der Benutzeroberfläche übereinstimmt, lässt jedoch die seit Jahren bewährte, tabbasierte und effiziente Navigation vermissen. Einige befürchten, dass der Fokus der neuen Anwendung auf flachem Design und umfangreichen Menüs die Benutzerfreundlichkeit, insbesondere für Power-User, verringern könnte.

Was steht als Nächstes für Windows-Einstellungen an?

Microsoft modernisiert die Einstellungen-App weiterhin mit zusätzlichen Funktionen und verbesserter Integration. Das Unternehmen erwartet, dass die Benutzer zukünftige Updates verfolgen, da der Übergang Zeit in Anspruch nehmen wird und die Funktionen in Vorschauversionen sichtbar sein werden, bevor sie in die öffentlichen Versionen übergehen. Ziel ist es, die Konfigurationserfahrungen zwischen Geräten zu erleichtern und Stabilität sowie Kompatibilität in den Vordergrund zu stellen.

Erwartungen für die Zukunft

Die Entscheidung von Microsoft, die Systemsteuerung abzuschaffen, ist Teil der Bemühungen, Windows in Bezug auf Konsistenz, Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit zu modernisieren. Obwohl einige Benutzer die klassische Benutzeroberfläche und ihre bewährte Effizienz vermissen werden, zielt das Unternehmen darauf ab, mit der Einstellungen-App ein zentrales Zentrum für alle Konfigurationen zu bieten und so ein einheitlicheres und touchfreundlicheres Erlebnis in Windows 11 zu schaffen.